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Bunte Vielfalt für den Garten: Nutzpflanzen

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Hobbygärtner stehen oft vor der Frage, welche Pflanzen im eigenen Garten auf keinen Fall fehlen dürfen. Dabei gibt es eine bunte Pflanzenvielfalt in Hülle und Fülle. Neben Blumen und Ziersträuchern kann der eigene Garten auch zum Anbau von Nutzpflanzen dienen. Dazu zählen aromatische Gartenkräuter, frische Salate sowie viele Obstgehölze und Gemüsesorten.

Nutzpflanzen | © panthermedia.net / gpointstudio
Nutzpflanzen | © panthermedia.net / gpointstudio

Welche Nutzpflanzen kann man selbst anbauen?

Es gibt kaum Nutzpflanzen, die sich nicht auch im heimischen Garten anbauen lassen. Neben den klassischen Gartenpflanzen (wie Zwiebeln, Lauch, Tomaten, Gurken, Möhren, Kartoffeln, Gartenkräutern, Erdbeeren, Äpfeln, Birnen und Zwetschen) eignen sich auch exotische Pflanzen und Obstgehölze, die durch gezielte Pflanzenzucht so optimiert wurden, dass sie auch in unserem Klima optimal gedeihen.

Zucchini, Aubergine, Kürbis, Paprika und Chili sind nur einige der beliebtesten Gemüsesorten für den privaten Anbau. Bei den Kräutern gehören neben den Klassikern wie Petersilie, Schnittlauch und Dill auch mediterrane Kräuter wie Oregano, Thymian, Rosmarin, Salbei, Basilikum und Lorbeer zu den Gewürzpflanzen, die bei guter Standortwahl im Garten gepflanzt werden können.

Möchten Sie in Ihrem Garten Obst anbauen, bietet sich Ihnen neben traditionellen Obstgehölzen für den heimischen Anbau ebenfalls eine große Auswahl an Obstsorten, die hauptsächlich aus südlichen Anbauländern bekannt sind. Einige Beispiele:

  • Pfirsich
  • Nektarine
  • Feige
  • Kiwi
  • Honigbeere
  • Goji-Beere

Doch dies sind nur einige Beispiele der vielen tollen Nutzpflanzen, die aus eigenem Anbau besonders lecker schmecken und noch viel frischer, aromatischer und vitaminreicher sind als gekaufte Früchte aus dem Supermarkt.

Welche Nutzpflanzen dürfen im Garten nicht fehlen?

Gemüse anbauen | © panthermedia.net /udra
Gemüse anbauen | © panthermedia.net /udra

Es bleibt Ihnen überlassen, welche Nutzpflanzen Sie im Garten anbauen möchten. Auf jeden Fall sollten Sie die Pflanzen kultivieren, die in Ihrer Familie bevorzugt verzehrt werden. Das gilt für Salatpflanzen, Gemüsepflanzen, Kräuter und Obst. Planen Sie bereits im Vorjahr, welche verzehrbaren Pflanzen für Sie und Ihre Familie wichtig sind sowie in welchen Mengen und in welchem Bereich des Nutzgartens Sie die jeweiligen Pflanzenarten anbauen wollen.

Überlegen Sie auch, ob Sie die Gartenfrüchte nur für die sofortige Verwendung nutzen oder ob Sie Obst und Gemüse einwecken wollen, um für die Wintermonate Vorräte anzulegen. Außerdem können Sie verschiedene Produkte aus dem Garten zum Beispiel durch Trocknung oder Kellereinlagerung länger haltbar machen, damit Sie im Winter beispielsweise keine Zwiebeln, Knoblauch oder Kräuter kaufen müssen.

Sinnvoll ist auch der Anbau von Wintergemüse. Lauch, Feldsalat, Chicorée, Möhren sowie alle Kohlsorten können bis in den späten Herbst hinein geerntet und häufig sogar für mehrere Wochen und Monate im Keller eingelagert werden. Essen Sie gerne Blumenkohl, Brokkoli, Wirsing, Weißkohl, Blaukohl, Rosenkohl und Kohlrabi, dürfen diese tollen Nutzpflanzen auf keinen Fall in Ihrem Gemüsegarten fehlen. Denn diese späten Sorten sind extrem gute Vitaminlieferanten für die kalten Wintermonate und schmecken – wie alle Nahrungspflanzen – aus eigenem Anbau am besten!

Bleibt noch etwas Platz in der Kräuterspirale oder im Gemüsebeet, spricht nichts dagegen, wenn Sie neben den „Bedarfspflanzen“ weitere Pflanzenarten auswählen, die Sie noch nicht kennen, aber mal ausprobieren möchten.

Bodenvorbereitung und Pflanzenpflege für eine üppige Ernte

Der Anbau von Nutzpflanzen geht natürlich mit gärtnerischer Arbeit einher. Nur, wenn der Boden im Gemüsebeet auf den Anbau der Nutzpflanzen vorbereitet wird und optimal den Bedürfnissen der jeweiligen Gemüsepflanzen gerecht wird, werden Sie mit einer üppigen Gemüseernte belohnt.

Hierbei spielt die sogenannte Fruchtfolge eine entscheidende Rolle. Starkzehrer, zu denen beispielsweise Tomate, Gurke, Lauch, Kohl, Zucchini, Kürbis und Kartoffel gehören, zehren während der Wachstumsperiode den Gartenboden stark aus. Dort, wo im Vorjahr Starkzehrer angebaut wurden, sollten im Folgejahr genügsame Schwachzehrer wie Erbsen, Radieschen, Bohnen, Spinat oder Feldsalat angebaut werden. Diese Nutzpflanzen kommen mit den wenigen Nährstoffen zurecht, welche von den Starkzehrern nicht verbraucht wurden.

Pro Gartenjahr vier Beete für Gemüseanbau

Hochbeet | © panthermedia.net /Hannes Eichinger
Hochbeet | © panthermedia.net /Hannes Eichinger

Um beim Gemüseanbau nicht jedes Jahr auf´s Neue planen zu müssen, ist es sinnvoll, die Anbaufläche für Gemüse in vier Bereiche einzuteilen. So können Sie innerhalb von vier Jahren durch die Gemüsebeete rotieren und für optimale Bodenverhältnisse sorgen.

Gemüsebeet 1: Beet für Starkzehrer

Hier werden nach der gründlichen Bodenvorbereitung z. B. Sellerie, Lauch und Kohlsorten angebaut. Nach der Ernte der Nutzpflanzen fügen Sie dem Boden Nährstoffe durch Kompost und Hornspäne zu. In den Folgejahren werden in der Reihenfolge Mittelzehrer und Schwachzehrer gepflanzt. Dann folgt ein Jahr mit bodenfördernden Pflanzen.

Gemüsebeet 2: Beet für Mittelzehrer

Fenchel, Zwiebeln, Kohlrabi, Kopfsalat, Knoblauch und Möhre eignen sich als Fruchtfolge auf die Starkzehrer, bevor dann im nächsten Jahr Schwachzehrer gepflanzt werden.

Gemüsebeet 3: Beet für Schwachzehrer

Kräuter, Feldsalat, Erbsen, Bohnen, Radieschen und Spinat sind ideal als Nachfolger der Schwachzehrer. Um dieses Gemüsebeet auf die Bepflanzung mit stark zehrenden Gemüsepflanzen im übernächsten Jahr vorzubereiten, folgt die Anpflanzung von Pflanzen, welche die Bodenqualität verbessern.

Gemüsebeet 4: Beet für Gründüngung

Hierfür sind alle Gewächse empfehlenswert, die tiefe Wurzeln ausbilden und das Erdreich gut auflockern. Darüber hinaus wird das Beet mit Mist, Kompost und Biodünger versorgt.

Ernst nach vier Jahren, nachdem sich der Boden erholt und erneut auf die Kultur der Starkzehrer vorbereitet wurde, können diese wieder an der gleichen Stelle im Gemüsebeet angebaut werden. Durch die Beachtung der Fruchtfolge gedeihen Gemüsepflanzen wie Kohl, Gurke, Tomate, Lauch und Kartoffel gesund und kräftig. Außerdem sind sie weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Weitere Tipps finden Sie im kostenlosen Gartenratgeber.

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