Start Gartentipps Gartendesign Der eigene Swimmingpool – darauf solltest du achten!

Der eigene Swimmingpool – darauf solltest du achten!

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Swimmingpool | © PantherMedia /Chris Van Lennep
Swimmingpool | © PantherMedia /Chris Van Lennep

Der eigene Swimmingpool ist für viele Eigenheimbesitzer ein Traum. Wer ein Schwimmbecken im heimischen Garten realisieren möchte, muss ein paar Dinge beachten. Wichtig sind neben der Lage des Pools auch Faktoren wie Wasserfilterung, Sicherheit und Instandhaltungskosten.

Der eigene Swimmingpool – darauf ist zu achten

Preislich können Swimmingpools ganz weit auseinander liegen. Die günstigsten Pools sind schon für wenige hundert Euro erhältlich. Nach oben hin gibt es je nach Ausstattung praktisch keine Grenze. Neben den Kosten für den Pool müssen auch die Kosten für den Bau, die Installation und die Instandhaltung sowie Wartung miteinbezogen werden.

Größere Pools benötigen zudem ein Fundament. Der Erdeinbau reduziert den Druck auf die Beckenwände und gibt dem Schwimmbecken die notwendige Struktur. Gemeinhin wird das Becken mindestens zu einem Drittel im Erdreich versenkt. Ob und welche Art von Erdeinbau notwendig ist, hängt von der Größe des Pools und der Beschaffenheit des Erdreichs ab.

Aufstellen oder eingraben: Das sind die Unterschiede

Wurden die grundsätzlichen Fragen geklärt, muss die passende Pool-Art gewählt werden. Zunächst stellt sich die Frage, ob der Pool aufgestellt oder eingegraben werden soll. Das freistehende Becken lässt sich ohne viel Aufwand im Garten platzieren, ist kostengünstig und kann nach dem Sommer wieder abgebaut werden.

Größere Swimmingpools müssen im Boden versenkt werden. Die Bauzeit ist entsprechend länger und auch der Kostenaufwand steigt. Ein ebenerdiger Pool hat aber auch eine Reihe von Vorteilen. Zum Beispiel ist er langlebiger und robuster als die aufgestellte Variante. Zudem gibt es wesentlich vielfältigere Gestaltungsmöglichkeiten.

Das richtige Material für den Swimmingpool-Bau

Swimmingpools können aus unterschiedlichen Materialien bestehen:

  • Kunststoff
  • Beton bzw. Folienbeton
  • Edelstahl
  • Musik

Für die Oberflächen des Pools wird häufig Kunststoff verwendet, welcher günstig und pflegeleicht ist. Zudem ist die Oberfläche besonders glatt, weshalb sich Kunststoff vor allem für elegante Pools und Thermen anbietet.

Beton ist eine robuste, aber weniger langlebige Möglichkeit. Im Material können nach einer gewissen Zeit Risse entstehen, die ausgebessert werden müssen. Außerdem besteht ein größerer Reinigungsaufwand. Die Folge: die Wasseraufbereitungsanlage muss mehr arbeiten und die Kosten steigen. Beton, der mit einer Folie ausgekleidet wurde, ist eine langlebigere Alternative.

Edelstahl ist ein hochwertiges Material für den Pool, welches pflegeleicht, aber relativ kostspielig ist. Dasselbe gilt für Mosaik-Pools, die optisch besonders ansprechend sind un eine lange Lebensdauer aufweisen.

Und die Baugenehmigung? Das Okay vom Amt wird benötigt, wenn der Pool eine Wassermenge von 100 Kubikliter oder mehr umfasst. Dann muss das Bauamt kontaktiert werden, welches den Poolbauer in der Regel bei den Planungen begleitet. Um den Antrag für die Baugenehmigung stellen zu können, werden wesentliche Informationen zum Pool sowie zum umliegenden Grundstück benötigt.

Die Kostenfrage: dieses Budget muss eingeplant werden

Pool | © PantherMedia /Chris Van Lennep
Pool | © PantherMedia /Chris Van Lennep

Günstige Pool-Bausätze aus dem Baumarkt sind bereits ab 100 Euro erhältlich. Ein vollwertiger Stahlwandpool lässt sich ab 1.500 Euro aufwärts realisieren. Hinzu kommen Kosten für das Ausheben des Fundaments und den eigentlichen Bau des Pools.

Nicht zu vergessen sind Dämmung, Heizung, Filter, Technik sowie die zugehörigen Rohre und Leitungen, die weitere Kosten verursachen. Es empfiehlt sich, vor dem Bau einen Plan mit den einzelnen Kostenpunkten zu erstellen. In jedem Fall hängen die Kosten auch von der Größe des Pools ab.

Welche Größe ist für den Swimmingpool ideal?

Der Swimmingpool soll genügend Platz zum Entspannen und Plantschen bieten. Kleine Pools haben eine Größe von zehn bis 15 Quadratmeter. Sie eignen sich für kleine Gärten, in denen nicht viel Platz zur Verfügung steht. Der kompakten Größe steht aber auch ein großer Nachteil gegenüber: Bahnenschwimmen ist in einem kleinen Pool nicht möglich. Wer gerne zusätzliche Bewegungsfreiheit haben möchte, muss sich für einen größeren Pool zwischen 15 und 45 Quadratmeter entscheiden. Der Pflege- und Kostenaufwand ist bei einem größeren Pool dementsprechend höher und sollte in die Planungen einkalkuliert werden.

Neben den Standardgrößen gibt es Pools, die bis zu 100 Quadratmeter oder noch größer sind. Wer einen großen Pool plant, sollte in jedem Fall einen professionellen Poolbauer beauftragen, um nicht nur die Planungen abzugeben, sondern auch über die Folgekosten und den Instandhaltungsaufwand im Bilde zu bleiben.

Das wichtigste Zubehör für den eigenen Swimmingpool

Der eigene Swimmingpool steht und das Wasser wird bereits eingelassen. Nun wird nur noch das passende Zubehör benötigt, damit das Becken sauber bleibt und der Pool sich optimal nutzen lässt. Die vier wichtigsten Zubehörteile, um den Pool sauber zu halten:

  • Pool-Thermometer
  • Poolsauger
  • Poolabdeckung
  • Vlies bzw. Bodenschutz.

Daneben sollten Reinigungsmittel und Kescher im Gartenschuppen zu finden sein. Eine Gartendusche in unmittelbarer Nähe zum Pool stellt sicher, dass die Badegäste keinen Schmutz in das Schwimmbecken tragen.

Für die besonders heißen Tage wird außerdem ein Sonnenzelt benötigt. Ebenso können Sonnenliege oder Strandmuschel als zusätzliches Zubehör erworben werden, um die Wohlfühloase im Garten perfekt zu machen.

Einige Hersteller haben Komplettsets im Angebot, die die wichtigsten Zubehörteile beinhalten. Zusätzliches Zubehör wie Poolspielzeug oder Gartenduschen runden die Poollandschaft ab.

Weitere Informationen zum Swimmingpoolzubehör findet ihr auf wellness4me.de.

Pool selbst bauen: Stahlwandbecken oder Schalsteine?

Poolbau
Poolbau | © PantherMedia /Rui Vale de Sousa

Wenn der Pool etwas größer sein soll, ist ein Stahlwandbecken die richtige Wahl. Stahlwandbecken sind in runder oder ovaler Form verfügbar und in der Regel mit einer wasserdichten Folie ausgekleidet. Sie erreichen eine Tiefe von bis zu 1,50 Meter und bieten daher ausreichend Platz zur Nutzung des Pools. Ein rundes Stahlwandbecken ist ab 1.500 bis 2.000 Euro zu haben. Einige Anbieter stellen nur den Pool, bei anderen ist Zubehör wie Filter und Poolleiter inkludiert.

Für den Eigenbau kommen meist Schalsteine oder Styroporbausteine zum Einsatz. Auf das Fundament gemauert und mit Beton gegossen, entsteht ein robustes Schwimmbecken, das im Prinzip schon bereit für die Nutzung ist. Etwas aufwendiger ist der Bau des Pools dennoch.

Swimmingpool richtig absichern

Der Swimmingpool im Garten erlaubt es, bei jeder Gelegenheit zu schwimmen. Bei einer Wassertiefe von ein bis zwei Metern besteht allerdings auch die Gefahr, dass Kinder in einem unbeobachteten Moment in den Pool fallen und sich nicht selbst befreien können. Um das zu vermeiden, sollten schon beim Bau des Pools einige Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.

Wenn kleine Kinder oder Tiere im Haus oder in der Nachbarschaft leben, sollte ein fester Poolzaun installiert werden. Der Zaun hält unerwünschte Besucher davon ab, in den Pool zu fallen. Alternativ kann ein mobiler Zaun aufgebaut werden. Mobile Varianten sind günstiger, aber optisch weniger ansprechend. Zudem muss ein Lagerort zur Verfügung stehen, an dem der Zaun bei Nichtgebrauch untergestellt werden kann. Im Fachhandel sind Spezialzäune für den Pool erhältlich, die sich von Kindern oder Haustieren nicht umstoßen lassen. Am besten wird der Zaun ebenfalls schon bei den Planungen miteinbezogen – damit er optisch und von den Maßen her zum Pool passt.

Pool-Abdeckung: Um das Becken abzusichern, wird eine spezielle, trittfeste Abdeckung benötigt. Wenn das Kind auf die Plane tritt, sinkt es lediglich wenige Zentimeter ein und kann ohne Gefahr aus dem Pool befreit werden. Das macht die Nutzung des Pools auf dem eigenen Grundstück direkt weitaus sicherer.

Als Zusatzfunktion speichert die Abdeckung die Sonnenwärme und heizt dadurch das Wasser auf. Dadurch lassen sich gerade im Sommer und abseits der Saison eine Menge Energiekosten einsparen.

Da es trotz aller Vorkehrungen immer zu einem Zwischenfall kommen kann, empfiehlt es sich, einen Pool-Alarm zu installieren. Der Alarm wird am Pool befestigt und gibt ein Signal ab, wenn sich zum Beispiel der Wasserpegel verändert oder Wasserbewegungen erkennbar sind.

Sandfilteranlage für den Swimmingpool: darauf ist zu achten

Sandfilteranlage
Sandfilteranlage | © PantherMedia /Gabriele Maltinti

Damit das Wasser im Swimmingpool sauber bleibt, muss eine Filteranlage installiert werden. Meist wird eine klassische Sandfilteranlage eingebaut, welche Sand und andere Rückstände aus dem Wasser filtert. Beim Kauf der Anlage muss auf verschiedene Dinge geachtet werden:

  • Filterkapazität
  • Leistung
  • Hersteller.

Die Filterkapazität entscheidet darüber, welche Mengen Wasser gefiltert werden können. Sie muss auf das Wasservolumen im Pool abgestimmt sein, damit eine optimale Filterleistung erzielt wird.

Bekannter Hersteller wie Intex oder Bestway haben hochwertige Filteranlagen im Angebot, die das Schwimmbecken zuverlässig säubern.

Die Filterleistung muss an die Leistung der Wasserpumpe angepasst sein. Dadurch wird ein optimaler Wasseraustausch sichergestellt.

Eine Poolpumpe gewährleistet eine ideale Wasserpflege im Becken. Sie wird bereits bei den Planungen berücksichtigt, damit sie später die gewünschte Leistung erbringt und sich optimal in das Gesamtbild einfügt. Die Poolpumpe saugt das Wasser mittels eines Skimmers an, leitet es durch einen Filter und gibt das gesäuberte Wasser zurück ins Becken. Diese sogenannte Umwälzung hilft gegen Sand und Dreck, aber auch gegen die Entstehung von Algen im Pool.

Fazit: darauf ist beim eigenen Swimmingpool zu achten

Der eigene Swimmingpool im Garten kann mit Stahlwandbecken, Fertigpools und kreativen Mosaik-Pool erfüllt werden. Davor steht die Frage, ob der Pool selbst gebaut oder ein Handwerksbetrieb mit den Arbeiten beauftragen werden soll. Abhängig ist die Entscheidung vom Budget und von der zur Verfügung stehenden Fläche, denn unter Umständen benötigt der Pool ein umfassendes Fundament. Hat der Hausherr sich für eine Variante entschieden, geht es an den Bau. Welches Material soll verwendet werden?

Welche Größe soll der Pool haben? Auch Zubehör und die Absicherung des Pools sind wichtige Aspekte. Nicht zuletzt muss der Pool mit einer passenden Filteranlage ausgestattet werden. Sandfilteranlage und Co. sind nur einige der Möglichkeiten, aus denen Eigenheimbesitzer hier wählen können. Am Ende steht der eigene Swimmingpool, der für Jahre Entspannung und Badespaß bietet.

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