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Düngen mit Brennnesseln

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Brennnesseln - Urtica dioca
Brennnesseln – Urtica dioca

Brennnesseln gehören eher zu den unliebsamen Pflanzen in unseren heimischen Gärten. Aufgrund ihrer Nesselzellen verursachen die Gewächse bei der Gartenarbeit häufig ein unangenehmes Brennen auf der Haut. Bevor die Pflanzen jedoch achtlos auf dem Kompost landen, sollte man sich überlegen, ob man nicht eine bessere Verwendung für die Brennnesseln findet. So können sie als Düngemittel oder zur Schädlingsbekämpfung im Garten eingesetzt werden.

Brennnesseljauche als Dünger

Brennnesseljauche ist wegen ihres Gestanks nicht jedermanns Sache. Dabei hat sie zahlreiche Vorteile gegenüber im Handel erhältlichen Düngemitteln. Zum einen ist Brennnesseljauche kostenlos, da die Pflanzen überall wuchern und als Unkraut meist ohnehin vernichtet werden. Zum anderen handelt es sich bei dieser Art der Düngung um einen ökologischen Dünger, ganz ohne chemische Beigaben.

Brennnesseljauche wird aus frischen Brennnesseln hergestellt. Ein Kilo kleingeschnittene Brennnesseln werden in einem Behältnis mit etwa 10 l Wasser zusammengemischt und für etwa zwei bis drei Wochen stehen gelassen. Da das Gebräu zu gären beginnt, muss es regelmäßig umgerührt werden. Um den unangenehmen Geruch etwas zu mindern, sollte beim Umrühren etwas Steinmehl beigefügt werden. Außerdem ist es empfehlenswert, den Behälter möglichst in einer abgelegenen Ecke des Gartens zu lagern. Der Platz sollte jedoch sonnig sein. Hat sich die Jauche dunkel gefärbt und bildet keine Blasen mehr, ist der Gärungsprozess abgeschlossen. Nun kann die Jauche als Dünger verwendet werden. Sie ist besonders gut für Starkzehrer geeignet und kann etwa zwei Wochen lang verwendet werden. Am besten Sie verdünnen die Jauche mit je einem halben Liter auf 10 l Wasser, bevor sie diese auf den Beeten auftragen. Metallgefäße sollten übrigens bei der Herstellung von Brennnesseljauche nicht verwendet werden, da sowohl das Metallgefäß unter dem mehrwöchigen Gärungsprozess leidet, als auch Metallteile in die Jauche übergehen, was für die Pflanzen schädlich sein kann.

Brennnesseln für Dünger oder Schädlingsbekämpfung
Brennnesseln für Dünger oder Schädlingsbekämpfung

Brennnesselbrühe gegen Blattläuse

Wem das Ganze zu umständlich ist, oder sich die Geruchsbelästigung ersparen möchte, kann dennoch etwas mit den Brennnesseln anfangen. Brennnesselbrühe ist nämlich ein gutes Mittel gegen Blattläuse. Für die Herstellung werden ebenfalls 1 kg kleingeschnittene Brennnesseln auf 10 l Wasser benötigt. Diesmal wird das Gebräu jedoch nur einen Tag lang stehen gelassen. Nach Möglichkeit sollte die Brennnesselbrühe nach der Herstellung schnell verwendet werden, solange die Nesselzellen noch aktiv sind. Entweder gießen Sie die Pflanze mit der Brühe oder Sie füllen Sie in eine Sprühflasche und besprühen damit die von den Schädlingen befallenen Blätter. Diese Prozedur sollte jedoch mehrmals wiederholt werden, wenn sie die Blattläuse loswerden wollen.

Gartentipps: IR, Bild:123RF

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