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Pflanzenporträt: Schneeglöckchen

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Schneeglöckchen - Galantus Nivalis
Schneeglöckchen – Galantus Nivalis

Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)

Vorkommen: ursprünglich Europa und Südwestasien, verwildert auch in Nordamerika und England; Laub- und Laubmischwälder

Habitus: Zwiebelgewächs; Wuchshöhe 8 – 30 cm

Blüte: eine weiße nickende Blüte

Früchte: Kapselfrüchte mit 18 bis 36 Samen

Verwendung und Besonderheiten: In der Homöopathie bei bestimmten Herzleiden; giftig; geschützt

Blütezeit: Februar bis April

Erste Frühlingsboten

Schneeglöckchen (Galanthus) gehören zur Familie der Amaryllidaceae. Es gibt ca. 20 Arten dieser Frühlingsblüher. In der Natur stehen sie unter Naturschutz und dürfen deshalb keineswegs einfach gesammelt oder gepflückt werden. Die im Handel erhältlichen Zwiebeln sind nur einen Zentimeter groß und werden Ende September in den Garten gepflanzt. Besonders dekorativ wirken Schneeglöckchen, wenn sie in Horsten blühen. Man sollte daher gleich 5 – 6 Blumenzwiebeln beieinander etwa 8 – 10 cm tief in den Boden setzen.

Schneeglöckchen mögen feuchte und sonnige Standorte

Sie bevorzugen lehmige und humose Böden. Sie mögen feuchte und sonnige Standorte am Gehölzrand und zwischen Sträuchern. Später blühende Arten wie Galanthus nivalis bevorzugen Halbschatten. Sollten die Pflanzen auf Rasenflächen wachsen, darf man erst ab Mai mähen, da erst dann die Pflanze endgültig eingezogen ist. Düngen oder Komposteintrag sind unnötig, führen sogar zu weniger Blüten. Insgesamt sind Schneeglöckchen sehr anspruchslos, sofern der Boden nicht austrocknet oder Staunässe entsteht.

Vermehrung der Frühlings-Knotenblume

Die Vermehrung findet über Samen statt. Ameisen helfen bei der Ausbreitung, indem sie den Samen zu ihrem Bau tragen. Die Samen der Amaryllisgewächse verfügen nämlich über einen sogenannten Nährkörper (Elaiosom), den die Ameisen fressen, während sie den eigentlichen Samen oft liegen lassen. Eine weitere Form der Vermehrung findet über Brutzwiebeln statt. Diese führen zu dichten Horsten, die im Mai geteilt werden können. Die Erde sollte dabei nicht von den Blumenzwiebeln gelöst werden.

Die mehrjährigen Pflanzen überwintern im Freien, da die Zwiebeln ein natürliches Frostschutzmittel enthalten.

Schneeglöckchen in Töpfen

Schneeglöckchen können auch gut in Töpfen kultiviert werden. Diese lässt man von September/Oktober bis zum Frost draußen und stellt sie dann an einen kühlen, hellen Standort. Sobald man sie ins Warme holt, folgen innerhalb von zwei Wochen die ersten Blüten. Wichtig ist dabei, die Töpfe nicht austrocknen zu lassen.

Gartentipps: IR, Bild:123RF

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