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Gute Standorte für Rosen

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Wo Rosen gut  gedeihen. Stellen Sie also erst einmal fest, welche Standortbedingungen in Ihrem Garten vorherrschen, und suchen Sie dann dazu passend die entsprechenden Sorten aus.

Guter Standort – gesunde Rosen

Rosenstandort Kletterrose
Rosen mögen einen sonnigen, geschützten Standort – wenn er nicht zu heiß ist.

Fragte man Rosen, an  welchem Ort sie am liebsten wüchsen, käme als Antwort – wie so oft – die goldene Mitte heraus. Auf diese Dinge kommt es dabei ganz besonders an:

■ Der ideale Gartenboden ist tiefgründig, humusreich, weder zu leicht noch zu schwer.
■ Rosen lieben es zwar sonnig und hell, aber nicht zu heiß oder gar pralle Mittagssonne.
■ Der Standort sollte luftig, aber nicht zugig sein.
■ Wer keinen optimalen Rosenboden hat, braucht den Kopf nicht hängen zu lassen: Die Königin der Blumen kommt meist auch damit gut zurecht, wenn man ihr den Boden mit den geeigneten Maßnahmen schmackhaft macht. Wirklich ungeeignet ist nur ein staunasser und verdichteter Boden.

Das Wohlfühlklima

Die hierzulande erhältlichen Züchtungen sind den bei uns vorherrschenden Klimabedingungen angepasst. Dennoch gibt es einige regionale und gartenspezifische Unterschiede, die es zu beachten gilt.

Von Weinbaugebieten und »kalten Löchern«

Zwischen Weinbauklima und Höhenlagen herrschen recht unterschiedliche Verhältnisse. Ebenso zwischen den einerseits durch die Nordsee ausgeglichenen, relativ warmen Wintern im Nordwesten und den durch kontinentale Einflüsse kalten Wintern in Sachsen. Für rauere Gegenden sind deshalb robustere Sorten zu empfehlen, die man zudem noch mit einem geeigneten Winterschutz versehen sollte. Aber auch in wärmeren Klimagebieten gibt es »kalte Löcher«. Dies ist z.B. der Fall, wenn das Grundstück in einer Senke liegt, in die kalte Luft einfließt und sich dort aufstaut. Zum anderen gibt es Regionen mit relativ viel und solche mit weniger Niederschlag. Bei Ersteren spielt die Regenfestigkeit der Blüten eine Rolle, ebenso die Widerstandsfähigkeit des Laubs gegen Pilzkrankheiten. Dies steht bei der Sortenauswahl auch an Orten mit hoher Luftfeuchtigkeit und viel Nebel, wie sie z.B. am Bodensee und an der Nordsee vorherrschen, im Vordergrund.

Sonne ja, aber in Maßen

Rose Abraham Darvy
Die Rose Abraham Darby bevorzugt einen sonnigen Standort.

Im Garten reservieren Sie der Rose am besten ein sonniges Plätzchen. Dort kann das Laub nach Taubildung am schnellsten abtrocknen. Viele Sorten reagieren im Schatten außerdem mit spärlicher Blüte. Pralle Mittagssonne ist jedoch im Sommer meist des Guten zu viel. Laub und Blüten können Verbrennungen davontragen. Die Blüten verblassen und verblühen auch schneller. Der Effekt wird verstärkt, wenn Rosen an einer Südmauer oder neben Asphalt oder Pflaster stehen. Dunkle Flächen heizen sich auf, helle reflektieren die Strahlen noch auf die Blattunterseiten. An solchen Stellen herrscht auch niedrige Luftfeuchtigkeit – das begünstigt den Befall mit Spinnmilben oder Echtem Mehltau. Sogar im Winter stehen Rosen dort ungünstig: Bei sonnigem Frostwetter vertrocknen sie leicht. Im Frühjahr können sie auch zu schnell austreiben; die jungen Triebe fallen dann schnell Spätfrösten zum Opfer.

■ Im Rasen, am Rand von Gehölzen (nicht in deren Traufbereich!) oder an freien Stellen sind Rosen besser aufgehoben.
■ Platzieren Sie Topfrosen, die auf der Terrasse auf Pflaster stehen, so, dass sie mittags in lichtem Schatten stehen. Wählen Sie klein laubige Sorten –sie gelten als hitzetoleranter.

Leichte Brise bevorzugt

An Stellen, an denen immer ein Lüftchen weht, trocknet das Laub nach Niederschlägen oder Taubildung schneller wieder ab. Das hält Pilzkrankheiten fern. Blattläuse fühlen sich dort ebenfalls nicht wohl. Zugig und kalt mögen es die Rosen andererseits aber auch nicht. Pflanzen Sie Rosen nicht zu dicht, halten Sie die Pflanzabstände der  einzelnen Sorten ein.

Seien Sie bei Rosen Lokalpatriot

Auch wenn der Standort für Rosen nicht gerade optimal ist: Es gibt immer Sorten, die mit kniffligen Gegebenheiten besser zurechtkommen als andere. Einige Empfehlungen finden Sie unten. Es lohnt sich außerdem, in den Markenbaumschulen in Ihrer Nähe nachzufragen. Dort weiß man aus Erfahrung, welche Sorten sich speziell in Ihrer Region besonders gut bewährt haben.

Englischer Rosengarten
Ein Paradies für Rosenliebhaber: der englische Rosengarten.

Rosensorten für knifflige Standorte

Halbschattige Standorte:

Beetrosen: ‘Bonica ‘82’, ‘Maxi Vita’, ‘Queen Elisabeth Rose’; Edelrosen: ‘Aachener Dom’, ‘Christoph Columbus’, ‘Focus’;
Strauchrosen: ‘Angela’, ‘Cen tenaire de Lourdes’, ‘Romanze’;
Kletterrosen: ‘Kir Royal’, ‘New Dawn’, ‘Zéphirine Drouhin’

Frost- und Höhenlagen:

Beetrosen: ‘Crimson Meidi-land’, ‘Dolly’, ‘Escapade’, ‘Nina Weibull’, ‘Play Rose’;
Strauchrosen: ‘Gelbe Dagmar Hastrup’, ‘Maigold’, ‘Mar gue rite Hilling’, ‘Schnee-wittchen’;
Kletterrosen: ‘Alchymist’, ‘Flammentanz’, ‘Leverkusen’, ‘New Dawn’, ‘Veilchenblau’

Wetterfeste Sorten:

Beet- und Edelrosen: ‘Ambiente’, ‘Bernsteinrose’; Strauchrosen: ‘Angela’, ‘Awakening’, ‘Mary Rose’;
Kletterrosen: ‘Dortmund’, ‘Rosarium Uetersen’

Bilder: 123RF

Text aus diesem Buch: © Gräfe und Unzer Verlag/ Autor: Silke Kluth

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Silke Kluth

Rosen pflegen

Schritt für Schritt zum Rosenparadies

128 Seiten, mit ca. 250 Farbfotos

Format: 17,0 x 23,5 cm, Klappenbroschur

12,99 € (D) / 13,40 € (A) / 16,90 CHF (SFr.)

ISBN: 978-3-8338-5065-3

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