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Kräuterrückschnitt – Pflege für den Kräutergarten

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Rosmarin schneiden

Kräuter richtig schneiden

Damit die Pflanzen im Kräutergarten schön buschig wachsen, ist ein Rückschnitt notwendig. Dies gilt selbstverständlich nicht nur für jene Pflanzen in den Gartenbeeten, sondern auch für die Kräuter auf der Fensterbank, der Terrasse oder dem Balkon. Die Gewürzsträucher werden dichter und kompakter in der Wuchsform, was den zusätzlichen Vorteil hat, dass sie im Winter vom aufliegenden Schnee nicht zu stark belastet werden können. Dabei gibt es durchaus Unterschiede bei den verschiedenen Kräuterarten. Es gibt solche, die einen kräftigen Rückschnitt vertragen und andere, die nur mit Vorsicht zurückgeschnitten werden können.

Kräuterrückschnitt bei nicht winterharten Kräutern

Kräuterarten wie Rosmarin und Estragon sind nicht winterhart und müssen daher in der kalten Jahreszeit im Warmen untergebracht werden. Sie sollten im Februar oder März zurückgeschnitten werden. Sie vertragen einen starken Rückschnitt, wobei jedoch Teile des alten Holzes erhalten bleiben sollten.

Rosmarin, Lavendel, Oregano, Bergbohnenkraut, Thymian und Salbei

Immergrüne Kräuter wie Lavendel, Thymian und Salbei werden im April um etwa ein Drittel zurückgeschnitten. Es sollte jedoch mindestens eine Handbreit der Pflanze über dem Boden stehen bleiben. Außerdem ist es wichtig, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Damit die Triebspitzen nicht abfrieren, sollten die letzten Nachtfröste abgewartet werden. Um ein Erfrieren im Winter zu verhindern, darf der Rückschnitt keinesfalls im Herbst stattfinden. Beim Rosmarin sollte besonders darauf geachtet werden, dass nicht zu viel abgeschnitten wird, da bereits durch die Ernte immer große Teile der Pflanze entfernt werden. Am besten kürzt man nur die Triebspitzen bis knapp oberhalb der verholzten Zweige. Alte und vertrocknete Triebe können selbstverständlich komplett entfernt werden.

Salbei und Lavendel können nach dem Verlust der Triebspitzen durch Frost Ersatzknospen nutzen. Sind sie jedoch zurückgeschnitten, sind diese womöglich nicht mehr vorhanden. Lavendel und Salbei sollten unmittelbar nach der Blüte erneut geschnitten werden, da sie sonst zu stark in die Höhe wachsen würden oder kahl werden. Bergbohnenkraut und Oregano benötigen ebenfalls einen Rückschnitt im April.

Kräuterrückschnitt bei Pfefferminze, Zitronenmelisse und Majoran

Pfefferminze, Zitronenmelisse und einjährige Kräuter werden im Herbst bis auf wenige Zentimeter über den Boden abgeschnitten. So sollten alle Triebe, die in diesem Jahr entstanden sind, zurückgeschnitten werden. Am besten tut man dies, sobald das Laub im Herbst vertrocknet und abstirbt.

Der Rückschnitt des Majoran kann ein bis zweimal im Jahr stattfinden. Anschließend wächst er wieder buschig nach.

Gartentipps: IR, Bild: 123RF

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