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Pflanzenporträt: Luzerne

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Luzerne - Pflanzenporträt
Luzerne (Medicago sativa)

Luzerne (Medicago sativa)

Vorkommen: in Mitteleuropa angebaut und oft verwildert auf Wegrändern und Ruderalflächen

Habitus: mehrjährige, krautige Pflanze; Wuchshöhe 100 cm

Blüte: Trauben; Blau bis Violett

Frucht: Hülsenfrucht

Besonderheiten: Luzerne kann Luftstickstoff aufnehmen und in umgewandelter Form an den Boden abgeben

Luzerne als Gründünger verwenden

Die Luzerne wird im Garten aufgrund der Stickstoffanreicherung des Bodens gerne als Gründünger verwendet. Außerdem ist die mehrjährige Pflanze winterhart und kann somit im Beet bleiben, wo sie mit Hilfe ihrer weit verzweigten Wurzeln überwintert. Sie kann auf besonders verdichteten Böden 2-3 Jahre lang angebaut werden. Danach ist der Boden nachhaltig verbessert. Außerdem lockern die Pfahlwurzeln den Boden. Einmal jährlich sollte die Pflanze jedoch zurückgeschnitten werden. Die Reste können zunächst liegen gelassen werden und später in den Boden eingearbeitet werden. Sie wandeln sich im Laufe der Zeit zu Dünger. Das Wurzelsystem kann sich unterirdisch bis zu 4,5 m weit ausbreiten, weswegen es nicht so ganz einfach ist, die Pflanze wieder loszuwerden. Andere Schmetterlingsblütler wie Erbsen oder Bohnen sollten jedoch nicht nach der Kultivierung von Luzerne ins selbe Beet gepflanzt werden. Die Pflanze ist übrigens eine beliebte Bienenweide.

Kultivierung im Garten

Der bevorzugte Boden der Luzerne ist mittelschwer und leicht lehmig. Ist der Boden zu stark verdichtet, kann etwas Sand beigemengt werden. Der ideale Boden-pH-Wert beträgt 6-7,5. Der ideale Standort ist trocken und sonnig. Die Aussaat kann von März bis August stattfinden. Dabei werden die Samen 1 cm tief in die Erde gebracht. Wegen der geringen Tiefe kann es sinnvoll sein, das Beet während der Keimungsphase abzudecken. Nach der Aussaat wird angegossen. Später muss die Luzerne in der Regel nicht mehr gegossen werden. Die Wurzeln können mehrere Meter tief in den Boden reichen und das dort vorhandene Wasser nutzen. Erst bei extremer Trockenheit, wenn die Blätter zu hängen beginnen, sollte gewässert werden. Damit die Wurzeln sich gut ausbreiten können, muss das Erdreich tief genug sein. Flache Behältnisse sind also eher ungeeignet. Bei mehrmaligem Rückschnitt empfiehlt sich, die Pflanze mindestens einmal im Jahr zur Blüte kommen lassen. Die Blüten der Luzerne werden häufig von Hummeln und anderen Nektar sammelnden Insekten besucht, die so in den Garten gelockt werden und auch andere Pflanzen aufsuchen. Eine Düngung kann vor der Aussaat durch Kompostbeimengung durchgeführt werden.

Gartentipps: IR. Bilder: Gabriela Neumeier  / pixelio.de

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