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Pflanzenporträt: Chinakohl

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Chinakohl - Pflanzenporträt
Chinakohl (Brassica rapa subsp. pekinensis)

Chinakohl (Brassica rapa subsp. pekinensis)

Herkunft: aus China im 5. Jahrhundert; seit dem 20. Jahrhundert in Europa kultiviert

Habitus: ein- bis zweijährige Pflanze; Wuchshöhe 50 bis zu 60 cm

Aussaat: Juli bis August; neue Chinakohl-Sorten schon im April

Sammelgut: oberirdischer Teil der Pflanze

Verwendung: als Gemüse

Ernte: Oktober bis November

Anbau Chinakohl

Die Aussaat von Chinakohl findet als zweite Tracht ab Mitte Juli statt. Einige neuere Sorten können auch ab Ende April ins Freiland gesät werden. Als Vorfrucht eignen sich besonders gut Frühkartoffeln, aber auch viele anderen Gemüsesorten sind möglich. Nur andere Kohlsorten und Rüben sollten nicht vorher angebaut werden. Die Saat kommt 1-2 cm tief in den Boden, die Aussaat kann wahlweise in Reihen oder in Horsten mit je drei Samen stattfinden. Der Abstand zwischen den Horsten sollte jedoch 30-40 cm betragen. Die Reihenabstände bei der Aussaat sollten 50 cm betragen. Bei der Reihenaussaat ist es ratsam, die jungen Chinakohl-Pflänzchen später auf ein Abstand von 30-40 cm auszudünnen. Der Zeitpunkt hierfür ist gekommen, wenn nach den Keimblättern das erste richtige Blatt gebildet wurde. Da Chinakohl ein Starkzehrer ist, benötigt er während des Wachstums mehrere Düngergaben. Bereits vor der Pflanzung sollte der Boden durch die Zugabe von Kompost oder Stallmist entsprechend vorbereitet werden. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, daher ist es sinnvoll den Kohl zwar regelmäßig aber nur mäßig zu gießen.

In Mischkultur eignen sich besonders gut Erbsen, Spinat, Salat, Karotten oder Buschbohnen.

Ernte

Nach 80-90 Tagen ist der Chinakohl erntereif, kann aber noch längere Zeit im Beet verbleiben und bei Bedarf durch eine Abdeckung mit Vlies sogar die Erntezeit bis in den November hinein verlängert werden. Chinakohl hält sich im Kühlschrank, wenn er in ein feuchtes Tuch gewickelt wurde, mehrere Wochen. Einfrieren und Einkochen sind ebenfalls gute Möglichkeiten den Kohl zu konservieren. Die Kohlköpfe können auch mitsamt Wurzelballen aus der Erde gezogen werden und im Keller in einer Kiste mit feuchten Sand gelagert werden.

Schädlingsbefall

Zu den Schädlingen des Chinakohls gehören Blattläuse, Schnecken, die Larven des Kohlweißlings und Erdflöhe. Das Besprühen der Pflanze mit einem Brennnesselsud hilft gegen erstere. Schneckenzäune, das bloße Absammeln mit der Hand und Hochbeete helfen die Schnecken im Zaum zu halten. Feinmaschige Netze verhindern die Ablage der Eier des Kohlweißlings, und das regelmäßige Hacken der Erde schützt vor Erdflohbefall.

Gartentipps: IR, Bild: 123RF.

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