Start Gartentipps Pflanzenporträt: Gewöhnliche Haselwurz

Pflanzenporträt: Gewöhnliche Haselwurz

87
0
Gewöhnliche Haselwurz - Pflanzenporträt
Gewöhnliche Haselwurz – Asarum europaeum

Gewöhnliche Haselwurz (Asarum europaeum)

Vorkommen: ursprünglich aus Süd- und Mitteleuropa sowie Kleinasien und Sibirien

Habitus: ausdauernde krautige Pflanze; Wuchshöhe 5 bis 10 Zentimeter

Blüte: einzelne Blüte am Boden

Früchte: Kapselfrüchte, die im Juni und Juli streuen; Ausbreitung der Samen durch Ameisen

Verwendung und Besonderheiten: früher als Brechmittel verwendet; die zerriebenen Fruchtstände riechen nach Pfeffer

Blütezeit: März bis Mai

Heimat der Haselwurz

In unseren Breiten findet man die Haselwurz häufig in Wäldern, wo sie mit Hilfe ihres Rhizoms als Überdauerungsorgan auch den Winter übersteht. Der häufigste Standort in der Natur ist unter Haselsträuchern, diesem Umstand ist zu verdanken, dass die Pflanze ihren Namen trägt. Die Haselwurz mag kalkhaltige, feuchte und nährstoffreiche Böden. Der natürlichen Heimat entsprechend bevorzugt sie einen schattigen Standort. Eine Pflanzung in der Nähe von Büschen und Hecken ist daher empfehlenswert. Sehr dekorativ wirkt dieser Frühjahrsblüher auch zwischen Schneeglöckchen und Glockenblumen. Der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen sollte etwa 10-20 cm betragen. Die Vermehrung im Frühjahr findet durch Wurzelteilung nach dem Austrieb statt. Die so entstandenen neuen Pflanzen werden wieder eingegraben und gut angegossen.

Haselwurz pflegen

Die Haselwurz bedarf kaum eines Pflegeaufwands. Einzig auf genügend Feuchtigkeit im Boden sollte geachtet werden. Falls eine Mulchschicht vorhanden ist, kann auch auf eine Düngung verzichtet werden. Krankheiten oder Schädlinge sind ebenfalls nicht bekannt, was dieses Gewächs zu einem wirklich einfachen Pflegling im Garten macht. Die Blütezeit beginnt im März und erstreckt sich bis in den Mai hinein. Die gestielten Blüten befinden sich am Ende des Laubsprosses. Letztere bilden sich jedes Frühjahr und treiben dann neue Wurzeln.

Ein schöner aber giftiger Bodendecker

Aufgrund der geringen Wuchshöhe von höchstens 10 cm eignet sich die Haselwurz ideal als immergrüner Bodendecker. Die nierenförmigen, glänzenden Blätter der Haselwurz werden im Herbst gerne von Laub bedeckt und sollten daher regelmäßig von diesem befreit werden. Im Gegensatz zu früheren Zeiten wird die Haselwurz heutzutage nicht mehr medizinisch genutzt. Einst wurde sie als Brechtmittel und bei Leberleiden eingesetzt. Außerdem war sie ein Mittel zur Abtreibung. Im Garten sollte man darauf achten, nicht zu stark mit den ätherischen Ölen der Pflanze in Berührung zu kommen. Das Gift bewirkt einen Niesreiz und ein Brennen der Schleimhäute. Natürlich sollte die Pflanze auch nicht gegessen werden.

Gartentipps: IR, Bild: 123RF.

Hier finden Sie noch mehr hilfreiche Gartentipps.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here