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Pflanzenporträt: Hortensien

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Hortensien Blüte
Hortensien Blüte

Hortensien (Hydrangea)

Vorkommen: ursprünglich aus Japan; seit 1790 auch in Europa

Habitus: Zierstrauch; Wuchshöhe bis 200 cm

Blüte: Weiß, Violett, Rot und Blau

Früchte: Balgfrucht

Besonderheiten: Der Boden-pH-Wert beeinflusst die Blütenfarbe (saurer Boden = Blau bis Violett; alkalischer Boden = Rot)

Blütezeit: von Mai bis September

Hortensien: Die richtige Pflege und der Standort

Hortensien (Hydrangea) blühen in Abhängigkeit vom pH-Wert des Bodens in Rot, Rosa, Violett, Blau und Weiß. Die Blütenknospen bilden sich im Spätsommer und Herbst bei Temperaturen um etwa 15 Grad. Um nicht versehentlich den Blütenansatz fürs Folgejahr zu entfernen, sollten Gartenhortensie nicht zurückgeschnitten werden. Lediglich die verwelkte Blüten können im zeitigen Frühjahr entfernt werden. Um die Blütenfarbe zu erhalten, sollte die Hortensie möglichst in einen sauren Boden gepflanzt werden. Auch das Gießen mit Regenwasser trägt dazu bei, dass der Boden nicht aufgehärtet wird. Die Pflanze verträgt jedoch auch Substrate im neutralen oder alkalischen pH-Bereich.

Der Standort im Garten sollte halbschattig und feucht sein, ohne dass sich Staunässe bilden kann. Gedüngt werden sollten Hortensien mit einem stickstoffhaltigen Volldünger, der nur geringe Anteile Phosphor enthält. Gut geeignet ist neben dem im Handel erhältlichen Hortensiendünger auch Rhododendrondünger. Von der Düngung mit Blaukorn ist eher abzuraten, da die meisten Präparate einen hohen Phosphorgehalt aufweisen. Im Winter sollten Gartenhortensien unbedingt geschützt werden, da sie Temperaturen unter null Grad nur schlecht vertragen.

Hortensien vermehren

Hortensien lassen sich aus Stecklingen, durch Teilen der Mutterpflanze oder durch Absenker vermehren. Die Stecklinge werden im Juni und Juli von einem nicht verholzten und nicht blühenden Trieb geschnitten. Die untersten Blattpaare werden entfernt und der Steckling in ein mit durchsichtigem Deckel versehenes Gefäß mit Aufzuchterde gesteckt. Fortan muss die zukünftige Hortensie feucht gehalten werden und im Winter frostfrei stehen. Bei der Vermehrung mit Absenkern wird ein langer Trieb bis auf den Blattschopf an der Spitze von den Blättern befreit und der Trieb auf 2 bis 3 cm Länge bis zur Holzmitte schräg eingeschnitten. Dann wird er in eine Bodenmulde gedrückt und mit Aufzuchterde bedeckt (und gegebenenfalls fixiert), so dass nur noch der Blattschopf hinausragt. Im Herbst kann der Zweig dann von der Mutterpflanze getrennt werden. Die einfachste Methode der Vermehrung ist das Teilen des Wurzelballens von großen, kräftigen Pflanzen.

Gartentipp: IR, Bild: 123RF

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