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Pflanzenporträt: Huflattich

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Huflattich
Huflattich

Huflattich (Tussilago farfara)

Vorkommen: Europa, Afrika und Asien sowie in Nordamerika eingebürgert

Habitus: ausdauernde, krautige Pflanze; Wuchshöhe 10 bis 30 cm

Blüte: korbförmige Blütenstände; Gelb

Frucht: Schirmflieger

Besonderheiten: Verwendung als Heilpflanze bei Husten

Blütezeit: Februar bis April

Die sonnengelben Blüten des Huflattichs sind nicht nur äußerst dekorativ, die Pflanze gehört auch zu den ersten Frühlingsboten und hat außerdem eine heilsame Wirkung bei Hustenbeschwerden. Der Huflattich wird bereits seit über 2000 Jahren arzneilich genutzt. Auch heutzutage werden noch die Blüten und die jungen Blätter verwendet. Die Blüten werden von März bis April gesammelt und die Blätter von Mai bis Juni.

Ansprüche und Pflege des Huflattichs im Garten

Der Huflattich ist ein sehr genügsamer Frühjahrsblüher für feuchte Standorte. In der Natur wächst diese anspruchslose Pflanze an Straßenböschungen, Bachufern und sogar auf Baustellen. Der Huflattich mag feuchte bis nasse Böden an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Ideal ist die Kultivierung im Halbschatten. Die Pflanze ist winterhart und benötigt sehr wenig Pflege. Im Herbst kann das welke Laub abgeschnitten werden. Im Garten eignet der Huflattich sich gut als Unterpflanzung von Hecken. An besonders sonnigen Standorten muss stets darauf geachtet werden, dass der Boden feucht ist. Daher ist eine regelmäßige Wässerung, am besten in den Morgenstunden, damit die Pflanze nicht verbrennen kann oder zu viel Feuchtigkeit verdunstet, unerlässlich. Gut geeignet ist ein lehmiger Boden, dem Sand oder feiner Kies beigemengt wird. Auch eine Kultivierung in Kübeln ist möglich, sofern torffreie Erde verwendet wird und etwas Sand eingearbeitet wird. Hier muss besonders auf die regelmäßige Wasserzufuhr geachtet werden. Als Dünger eignet sich Teichwasser sehr gut. Im Winter muss das Gießen selbstverständlich auf die frostfreien Tage gelegt werden.

Vermehrung und Eindämmung der Ausbreitung im Garten

Der Huflattich bildet bis zu zwei Meter lange Wurzelausläufer, durch die er sich rasch im Garten verbreitet. Durch Teilung des Wurzelstocks lässt sich so die Pflanze vermehren und umsetzen. Ansonsten vermehrt sich der Huflattich durch seine Samen. Diese werden, ähnlich wie beim Löwenzahn, durch den Wind verbreitet. Wer die Selbstaussaat verhindern möchte, sollte allerdings regelmäßig das Verblühte abschneiden. Auch die unterirdische Ausbreitung durch das Rhizom lässt sich mit Hilfe einer Wurzelsperre verhindern.

Texte Gartentipps: IR, Bild: 123RF

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