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Pflanzenporträt: Kohlrabi

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Kohlrabi - Pflanzenporträt
Kohlrabi im Beet

Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes L.)

Herkunft: Zuchtform des Gemüsekohls (Brassica oleracea) aus Europa

Habitus: zweijährige Pflanze; Wuchshöhe bis 30 cm

Aussaat: ab April

Sammelgut: Knolle

Verwendung: als Gemüse oder frisch

Ernte: ab Juli

Standortwahl

Kohlrabi gedeiht am besten auf nährstoffreichen Böden, die bereits im Vorjahr mit Kompost angereichert wurden. Er gehört zu den Mittelzehrern und sollte nicht mit anderen Kreuzblütlern, wie Kohl oder Kresse, gemeinsam im Gemüsebeet angebaut werden. Radieschen und Buschbohnen sind gute Nachbarn.

Aussaat

Die Aussaat kann vom zeitigen Frühjahr (ab Ende April) bis in den August hinein erfolgen. Hierfür wird die Saat in einer etwa 1 cm tiefen Reihe im Freiland ausgebracht. Der Reihenabstand sollte etwa 30 cm betragen. Nach der Keimung sollten die Pflanzen ausgedünnt werden. Der Abstand zwischen den Pflänzchen sollte 10-15 cm betragen. Der Kohlrabi sollte weder zu tief noch zu flach gepflanzt werden. So kann Fäulnis verhindert und das Umkippen der Pflanze vermieden werden. An trockenen Tagen muss er gut gewässert werden, um verholzte Früchte zu vermeiden. Eine regelmäßige Düngung mit Brennnesseljauche oder Hornmehl begünstigt das Wachstum der Pflanze. Eine Mischkultur mit Tomaten verhindert den Befall durch den Kohlweißling. Nach 2-3 Monaten kann der Kohlrabi geerntet werden. Daher ist es ratsam, mehrmals zeitversetzt auszusäen, um die ganze Saison über frischen Kohlrabi ernten zu können.

Kohlrabi ernten

Die Erntezeit ist gut daran zu erkennen, dass der Kohlrabi bereits einen Durchmesser von etwa 10 cm erreicht hat. Wenn er zu groß wird, neigt er zur Verholzung. Nicht nur die Knollen, sondern auch die Blätter können, ähnlich wie Spinat, zubereitet werden. Der im Herbst geerntete Kohlrabi kann im kühlen Keller gelagert werden. Bereits Ende Februar kann der Kohl im Geschützten vorgezogen werden. Hierfür eignet sich ein Gewächshaus oder das Frühbeet. Ab April können die jungen Pflänzchen dann in den Garten gesetzt werden.

Schädlinge

Die Kohlhernie, eine Pilzerkrankung, die zum Absterben der Pflanze führt, kann vermieden werden, indem auf ein und demselben Boden vier Jahre lang keine Kreuzblütler gepflanzt werden. Erdflöhe hält man am besten fern, indem der Boden regelmäßig gehackt wird. Den Befall durch andere Schädlinge, wie den Kohlweißling und der Kohlfliege, verhindert man am sichersten durch Schutznetze.

Gartentipps: IR, Bild: 123RF.

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