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Pflanzporträt: Topinambur

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Topinambur Blüte
Topinambur Blüte

Topinambur (Helianthus tuberosus)

Herkunft: stammt aus Nord- und Mittelamerika, Kulturpflanze der Indianer

Habitus: mehrjährige krautige Pflanze; Wuchshöhe bis 300 cm; Blütenstand mit 4-8 cm Durchmesser

Pflanzung: von Februar bis April

Sammelgut: Knollen

Verwendung: roh im Salat, gekocht in Salzwasser

Ernte: November bis März

Topinambur gehört zu den eher selten kultivierten Gemüsearten in unseren heimischen Gärten. Ähnlich wie bei den Kartoffeln bilden die Pflanzen unterirdische Knollen, die vom Geschmack an eine Mischung aus Kohlrabi und Kartoffeln erinnern.

Anbau von Topinambur im Garten

Der Standort für den Anbau von Topinambur sollte warm sein und der Boden locker und sandig. Vor dem Auspflanzen sollte er zusätzlich mit etwas Kompost verbessert werden. Der Reihenabstand sollte etwa 50 cm betragen und der Pflanzabstand ca. 30 cm. Die Knollen werden etwa 10 cm tief in die Erde gesetzt und die Reihen angehäufelt. Bei regelmäßiger Wässerung und anfänglichem Unkrautjäten schießen die Pflanzen schnell in die Höhe. Später verdrängen die Pflanzen die meisten Wildkräuter, wodurch relativ wenig Aufwand bei der Pflege betrieben werden muss. Lediglich das Gießen an trockenen Sommertagen sollte nicht vernachlässigt werden. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass sich keine Staunässe bilden kann. Die gelben Blüten des Topinambur erinnern ein wenig an jene der Sonnenblume, sind jedoch wesentlich kleiner.

Ernte, Lagerung und Vermehrung von Topinambur

Topinamburg Knollen
Topinambur Knollen

Gegen Ende Oktober kann mit der Ernte begonnen werden. Hierfür werden die Knollen des Topinambur einfach mit den Krautresten aus dem Erdreich gezogen. Anschließend wird das restliche Grünzeug entfernt und die Knollen zubereitet. Reste können im feuchten Sand gelagert werden. Hierfür eignet sich ein dunkler Raum wie zum Beispiel der Keller besonders gut.

Übrigens können sowohl die Knollen als auch alle anderen Teile der Pflanze an Haustiere wie Meerschweinchen und Co verfüttert werden.

Die Pflanze überwintert mithilfe ihres Rhizoms, in welches Zucker eingelagert wird. Auch die vegetative Vermehrung findet mithilfe dieser Knollen statt. So kann innerhalb weniger Jahre ein ordentlicher Bestand dieses Gemüses herangezüchtet werden. Die schlanken Blüten sind sehr dekorativ und bilden zusätzlich durch ihre Höhe von bis zu 3 m einen geeigneten Sichtschutz zum Nachbarn oder können zur optischen Abdeckung von kahlen Mauern und Wänden im Garten verwendet werden. Da die Pflanze winterhart ist, können einige Knollen einfach im Boden belassen werden, so dass diese im nächsten Jahr erneut austreiben können. Wem die Ausbreitungsfreudigkeit und das Wachstum dieser Pflanze zu viel werden, sei empfohlen eine Wurzelbarriere zu errichten, oder aber die Knollen direkt in einen Topf oder ein anderes geeignetes Gefäß zu pflanzen.

Gartentipps: IR. Bild: 123RF.

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