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Rasenkrankheiten – das können Sie tun!

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Auch Rasen bleibt nicht von Schädlingen und Rasenkrankheiten verschont. Meist kann man es daran erkennen, dass eine Teilfläche vergilbt oder verbräunt. Den vielerlei möglichen Schadursachen können Sie am besten vorbeugen, indem Sie Boden und Pflanzen entsprechend ihren Ansprüchen pflegen. Ohnehin lässt sich durch Regulierung der Wachstumsbedingungen ein lebendiges System wie der Rasen langfristig wirkungsvoller beeinflussen als durch übereilten Einsatz giftiger Präparate. Gerade bei den teils schwer zu bestimmenden Schadursachen im Rasen empfiehlt es sich, die Beratung des Fachhandels oder des zuständigen Pflanzenschutzdiensts in Anspruch zu nehmen.

Gesunder Rasen? Verschiedenste Rasenkrankheiten können den Rasen befallen.
Gesunder Rasen? Verschiedenste Rasenkrankheiten können den Rasen befallen.

Rasenkrankheiten

Verschiedene pilzliche Schaderreger können Wachstumsmängel und Ausfälle im Rasen verursachen. Aber auch völlig andere Einflüsse sollten Sie nicht außer Acht lassen. Wenn die Halme vergilben und verbräunen, kann das beispielsweise durch Trockenheit, aber auch Staunässe verursacht sein, durch Nährstoffmangel oder auch durch unsachgemäße Düngung, durch einseitige Belastungen, durch die vorgenannten Insektenlarven oder gar durch Hundeurin. Es empfiehlt sich also, alle möglichen Faktoren zu bedenken und möglichst sicher auszuschließen, bevor Sie zu einem Fungizid greifen. Lesen Sie hier mehr zu verschiedenen Rasenkrankheiten.

Hexenring und Schneeschimmel

Ein Hexenring lässt sich am leichtesten anhand seiner Fruchtkörper, nämlich der Hutpilze, die aus dem unterirdischen Myzel durch die Oberfläche dringen, identifizieren. Einige Arten bilden dabei im Rasen einen deutlichen Kreis, der im Lauf der Jahre wächst. In des-sen Innenraum stirbt das Gras mit der Zeit völlig ab.
Auch der Schneeschimmel ist aufgrund seiner Symptome unverwechselbar: Im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr, sobald der Schnee schmilzt, wird auf dem Rasen ein weißliches Pilzmyzel sichtbar. In manchen Bereichen stirbt der Rasen dadurch ab. Dies passiert vor allem, wenn er im Jahr zuvor noch spät mit Stickstoff gedüngt wurde.

Halmverfärbungen

Bei der sogenannten Rotspitzigkeit entwickelt sich ein rötliches Pilzgeflecht mit geweihartigen Formen an den Spitzen mancher Halme, nachdem anfangs nur gelbliche bis bräunliche Verfärbungen zu sehen waren. Die Befallsstellen sind etwa so groß wie ein Ball. Bei der Rostkrankheit zeigen sich stäubende, häufig rötliche Pusteln an den Gräsern, vor allem bei anhaltender Trockenheit. Von anfänglichen Nestern ausgehend, breitet sich die Erscheinung im Bestand aus.

Darüber hinaus gibt es mehrere Pilzerreger, deren Symptome unter dem Begriff Blattfleckenkrankheiten zusammengefasst werden. Auch wenn die Flecken unterschiedliche Farben und Formen aufweisen, so können sie doch alle zu flächigen Absterbeerscheinungen führen.

Vorbeugung gegen Pilzkrankheiten im Rasen

Wichtiger und sinnvoller als die Bekämpfung mit chemischen Präparaten ist die sachgerechte Pflege des Rasens, durch die sich die Wahrscheinlichkeit eines Pilzbefalls drastisch reduzieren lässt.
Beregnen Sie die Fläche nur nach längerer Trockenheit, so dass Boden und Pflanzen immer wieder abtrocknen können. Regelmäßiges Vertikutieren und ausgewogene, eher zurückhaltende Düngung sind ebenfalls wichtige Vorbeugungsmaßnahmen. Und mähen Sie regelmäßig, aber lieber nicht zu tief – auch das fördert die Entwicklung einiger Schadpilze. Entfernen Sie bei Anzeichen für einen Pilzbefall auch besser das Mähgut gleich nach jedem Schnitt.

Unkraut im Rasen

Unkraut entfernen
Unkraut entfernen

In einem perfekten Zierrasen wird jedes blühende Kräutlein zum Störfaktor zwischen den einheitlich grünen Halmen. Um nicht ständig mit Herbiziden hantieren zu müssen, beugt man am besten schon von Anfang an durch geeignetes Saatgut, fachgerechte Bodenvorbereitung und Aussaat sowie schließlich durch möglichst optimale Pflege vor. Durch häufigen tiefen Schnitt sowie durch regelmäßige Nährstoffgaben können Sie gleichermaßen die Kräuter schwächen wie auch die Bildung eines dichten Teppichs fördern, in dem Unkräuter keine Chance haben. Lassen sich dennoch manche Unkräuter nicht vertreiben, dann sollten Sie der Sache mit Hilfe einer Bodenprobe auf den Grund gehen. Sie bringt dann meist einen Hinweis darauf, mit welchen Maßnahmen entscheidende Verbesserungen zu erreichen sind. Bis dahin können Sie einzelne Unkräuter bzw. Horste gezielt von Hand ausstechen. Hierfür gibt es spezielle Unkrautstecher, die es erleichtern, Löwenzahn und ähnliche Pflanzen mitsamt dem Wurzelwerk aus dem Boden zu ziehen. Mehr zum Thema erfahren Sie in unserem Artikel Unkraut im Rasen entfernen.

Bilder: 123RF

Gartentipps sind aus diesem Buch:

© Gräfe und Unzer Verlag/ Autoren: Hensel/Jany/Kluth/Mayer/Späth

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Joachim Mayer/ Wolfgang Hensel/ Christof Jany/ Silke Kluth/ Martin Späth/ Claus Heuvemann

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Preis: 24,99 € (D/A) / 25,70 sFr

ISBN: 978-3-8338-4492-8

Erscheinungstermin: 25. Juli 2016

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