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Salz und Essig gegen Unkraut auf Gehwegen

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Unkraut zwischen Pflastersteinen
Unkraut zwischen Pflastersteinen

Ein altes Hausmittel besagt, dass Essig und Salz sich gut dazu eignen, dem Unkraut auf den Gehwegen den Garaus zu machen.

Pflanzenschutzgesetz

Beide Mittel wirken zwar schnell, sind aber in Deutschland durch das Pflanzenschutzgesetz verboten. Dies betrifft zumindest ihre Anwendung auf versiegelten Flächen. Hierzu gehören gepflasterte Gehwege, Terrassen oder Garageneinfahrten. Der Grund hierfür ist, dass kein biologischer Abbau mehr stattfinden kann, und somit das Oberflächenwasser nicht versickern kann. Als Folge gelangen diese Stoffe in die Kanalisation und verunreinigen unser Brauch- und Trinkwasser. Lediglich auf Beeten ist die Verwendung von Salz und Essig erlaubt. Das Salz wird mit Wasser vermischt (Dosierung: 5-10 %) und direkt auf das Unkraut gesprüht. Die Sonne verbrennt dann die Pflanze. Unverdünnter Essig hat eine ähnliche Wirkung. Bei einer langfristigen Anwendung beider Methoden kann der Boden aber dauerhaft geschädigt werden.

Unkraut auf Gehwegen – Nachteile von Salz und Essig

Ohnehin bieten beide Methoden der Unkrautvernichtung auch Nachteile. Zum einen muss die Anwendung häufig wiederholt werden und zum anderen werden die Wurzeln der Unkräuter in der Regel nicht angegriffen, sodass das Unkraut nach einiger Zeit wieder nachwächst. Bei der Anwendung von Salz und Essig in Beeten können zudem auch unsere Nutzpflanzen unter dieser Methode leiden. Auch chemische Mittel wie Herbizide sind auf versiegelten Flächen verboten. Der Einsatz von Herbiziden bewirkt einen Wachstumsschub, der letztlich zum Absterben der Pflanze führt, gelangt auf Gehwegen aber ebenfalls in die Kanalisation.

Weitere Alternativen

Zum Glück gibt es für die Beseitigung des unliebsamen Unkrauts auf unseren Gehwegen zahlreiche Alternativen. Neben dem Unkrautjäten per Hand können auch andere Methoden, wie zum Beispiel das Übergießen des Unkrauts mit kochend heißem Wasser oder das Abbrennen der Pflanzen mit einem Gasbrenner, angewandt werden. Die letzte Methode hat jedoch den Nachteil, dass nur die oberirdischen Pflanzenteile zerstört werden, während das Übergießen mit kochend heißem Wasser auch die Wurzeln des Unkrauts abtötet.

Gartentipps: IR, Bild: 123RF.

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