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Schnecken bekämpfen – Tipps gegen die Schneckenplage

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Schnecken bekämpfen: Schneckenkorn, Absammeln und andere Tipps
Schnecken im Garten bekämpfen

Besonders in den feuchten Sommermonaten können Schnecken zu einer wahren Plage im eigenen Garten werden. Vor allem die Nacktschnecken machen sich gerne über unsere angepflanzten Gemüse- und Zierpflanzen her. Die häufigste im Garten anzutreffende Schnecke ist die Bänderschnecke. Diese Gehäuseschnecke verursacht so gut wie gar keine Schäden im Garten, denn sie ernährt sich hauptsächlich von totem Pflanzenmaterial. Ganz anders steht es um die Nacktschnecken, wie z. B. die Spanische Wegschnecke, die Gartenwegschnecke und die Ackerschnecke.

Schnecken benötigen vor allem eins – Feuchtigkeit. Daher sollte eine Mulchschicht höchstens sehr dünn auf das Beet aufgetragen werden. Auch eine rund um das Beet ausgestreute breite Schicht Sägemehl oder Kalk verhindert den Befall. Die Schnecken meiden das trockene Terrain und können durch den Kalk sogar ihre Sohle verätzen.

Schnecken bekämpfen mit Schneckenkorn

Eine weitere Möglichkeit, beim Schnecken zu bekämpfen, ist der Einsatz von Schneckenkorn. Dieses Abwehrmittel sollte so früh wie möglich ins Beet gebracht werden. Wenn das Präparat bereits im März oder April angewandt wird, wird die Plage bereits dezimiert, bevor sie richtig begonnen hat. Jedoch ist nicht jedes Schneckenkornpräparat bedenkenlos empfehlenswert. Je nach Inhaltsstoff können auch Nützlinge, die die Schnecken fressen, geschädigt werden. Am unbedenklichen ist der Einsatz von Schneckenkorn mit dem Wirkstoff Metaldehyd. Einzig Hunde können etwas empfindlich auf den Wirkstoff des Schneckenkorns reagieren, sofern sie große Mengen davon aufnehmen.

Schnecken im Beet: Absammeln ist wirkungsvoll

Die beste Methode, Schnecken loszuwerden, ist nach wie vor das Absammeln. Allerdings ist diese Methode recht langwierig, kann jedoch bei Beachtung einiger Tipps etwas erleichtert werden. So können Sie in den Beeten Bretter auslegen, unter die sich die nachtaktiven Schnecken bei Tag zurückziehen. Auch extra angepflanzte Gewächse, wie Tagetes und Senfpflanzen, können als Lockmittel für die Schnecken dienen. Wenn Sie diese an einem bestimmten Ort im Garten pflanzen, konzentrieren sich die Schnecken dort. So muss nicht der gesamte Garten mühsam nach den Schädlingen abgesucht werden. Das sogenannte Kreuzkraut, welches bis zu 150 cm hoch wird und an feuchten Standorten gedeiht, zieht Schnecken ebenfalls geradezu magisch an. Diese können dann von den großen Blättern leicht abgesammelt werden.

Schnecken: Tipps gegen die Schädlinge im Garten
Schnecken im Garten können zur Plage werden

Ebenfalls denkbar ist der Einsatz von sogenannten Schneckenzäunen. Dabei handelt es sich um Konstruktionen, an deren Oberkante der Zaun so gestaltet ist, dass Schnecken ihn nicht passieren können. Dieses Hindernis macht vor allem bei Kübelpflanzen Sinn.

Schneckenplage vorbeugen

Am besten ist jedoch die Vorbeugung von Schneckenplagen. Ist der Boden besonders feinkrümelig, können die Schnecken in den Hohlräumen keine Eier mehr ablegen. Im Winter sollte nach Möglichkeit der Boden mit einem Grubber durchgearbeitet werden. Rindenmulch sollte im Herbst abgetragen und kompostiert werden. Somit werden zahlreiche Schneckeneier aus dem Beet entfernt. Gehäckselte Nadelholzrinde mögen Schnecken übrigens nicht besonders und ist daher eine gute Alternative für den handelsüblichen Rindenmulch.

Gartentipp: IR. Bild:123RF.

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