Start Gartentipps Schritt für Schritt zum neuen Rasen: Rasen aussäen

Schritt für Schritt zum neuen Rasen: Rasen aussäen

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Rasen aussäen
Rasen aussäen

Gartenbesitzer, die eine neue Rasenfläche anlegen möchten, haben die Wahl zwischen Rollrasen und der Aussaat von Rasensamen. Das Auslegen von Rollrasen führt schneller zum Erfolg. Die eigene Aussaat dagegen ist einfach und preisgünstig. Für diese Variante benötigen Sie etwas Geduld, werden aber ebenfalls mit einer schönen Rasenfläche belohnt. Aufgrund der geringeren Kosten bietet sich die Aussaat von Rasen für Besitzer großer Gärten an. Warten Sie mit dem Ausbringen des Rasensamens bis nach den Eisheiligen im Mai. Grassamen braucht eine Bodentemperatur von 10 Grad Celsius, um zu keimen. Daher sollten Sie auch nicht mehr später als September säen.

1. Den Boden vorbereiten

Das A und O eines vitalen neuen Rasens ist die gründliche Bodenvorbereitung. Egal ob Sie Rollrasen verlegen oder Rasen aussäen, zuerst muss der Boden sorgfältig mithilfe einer Grabegabel oder einer Motorhacke gelockert werden. Eine Motorhacke können Sie in Gartencentern oder Baumärkten leihen. Arbeiten sie das Erdreich gut durch und entfernen Sie Unkraut, Steine und Wurzeln. Jetzt ist die Gelegenheit, eine Schicht Kompost auszubringen, wenn es Ihrer Gartenerde an Humus mangelt. In lehmige Böden können Sie Sand einarbeiten, um die Erde wasser- und luftdurchlässiger zu machen. Harken Sie den Boden mit einem Rechen sehr glatt und entfernen Sie dabei Buckel und Dellen in der Oberfläche. Je glatter sie ist, desto schöner wirkt der Rasen später. Außerdem ist er auch einfacher zu mähen und zu bearbeiten.

2. Rasensamen säen

Idealerweise sollten sie an einem windstillen, eher bewölkten aber trockenen Tag säen. Mischen Sie den Rasensamen mit Sand – dadurch ist die gleichmäßige Samenverteilung optisch einfacher zu kontrollieren. Sie können das Saatgut mit der Hand ausbringen, praktischer ist es aber mit einem Streuwagen. Mit diesem Hilfsmittel erzielen Sie in der Regel ein besseres und gleichmäßigeres Ergebnis. Bringen Sie den Samen einmal in Querrichtung und einmal in Längsrichtung aus. Halten Sie sich dabei an die Mengenangaben des Herstellers und bringen Sie nicht mehr als nötig aus. Das behindert die Entwicklung des Rasens nur. Entscheiden Sie sich bei der Wahl des Saatguts für ein hochwertiges Qualitätsprodukt. Im Fachhandel bekommen Sie Rasensamen für unterschiedliche Ansprüche, wie zum Beispiel Schattenrasen oder Spiel- und Sportrasen.

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Ganz wichtig ist die Bewässerung nach der Aussaat

3. Wässern

Ist das Saatgut ausgebracht, harken Sie es gründlich ein und beregnen es mit einem sanften Strahl, am besten mit einem Brauseaufsatz oder dem Rasensprenger. Die Rasensamen dürfen dabei keinesfalls fortgeschwemmt werden. Tägliches vorsichtiges Beregnen stellt sicher, dass die Keimung vollständig und rasch erfolgt. Rasenmischungen bestehen meist aus unterschiedlichen Sorten, die auch unterschiedlich lange bis zur Keimung brauchen. Die ersten Samen werden wahrscheinlich nach zwei Wochen keinem. Bis alle Samen gekeimt sind, können bis zu vier Wochen vergehen. Während der Keimungsphase, aber auch noch während der Wachstumsphase, dürfen die zarten Rasenpflanzen nicht austrocknen. Wässern Sie bei Trockenheit mehrmals täglich. Nachdem alle Samen gekeimt sind, sollten Sie lieber kurz und kräftig gießen – 10 Minuten reichen meist aus. Achten Sie darauf, schädliche Staunässe zu vermeiden.

4. Mähen

Das erste Mal sollten Sie Ihre neue Rasenfläche mähen, wenn der Rasen 10 bis 15 Zentimeter hoch gewachsen ist. Schneiden Sie ihn beim ersten Mähen nicht kürzer als circa 8 Zentimeter. Beim nächsten Mal können Sie den Rasen dann auf 5 bis 6 Zentimeter runterschneiden. Warten Sie mit dem Betreten des Rasens möglichst bis zum ersten Mähen, da die jungen Rasenpflanzen zu Beginn noch sehr empfindlich sind.

Gartentipps: GR, Bild: 123RF

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