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Schutz vor Schädlingen: Frostspanner und Apfelwickler

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Frostspanner
Frostspanner

Den Frostspanner bekämpfen

Die Weibchen des Frostspanners legen im Herbst ihre Eier in unsere Laubgehölze, wodurch im Frühling die Blätter der Bäume von den Raupen kahl gefressen werden. Häufig befallen werden Linden, Hainbuchen, Ahorn und viele Obstbaumarten, wie Apfelbaum, Pflaume und Kirsche. Besonders in kleineren Obstbäumen können die Schädlinge erhebliche Schäden anrichten. Der Kleine Frostspanner ist für diese Schäden verantwortlich. Sein Verwandter, der Große Frostspanner, verursacht weitaus weniger Schäden. Jedoch gibt es einige Möglichkeiten, um die Raupen des Frostspanners zu bekämpfen. Zum einen können als vorbeugende Maßnahme die natürlichen Feinde des Frostspanners angelockt werden. Zu ihnen zählen die Kohlmeise und andere insektenfressende Vogelarten. Mit einem Nestkasten am Baum lassen sich Kohlmeisen recht einfach ansiedeln. Sie fressen während der Brutzeit einige 100 Raupen am Tag. Auch Leimringe, die im September um den Stamm herumgewickelt werden, sorgen für die Dezimierung des Schädlings. Wichtig ist, dass die Leimringe möglichst eng um den Baum gewickelt werden, damit die Tiere nicht versehentlich darunter hindurchschlüpfen können. Hauptaufgabe der Leimringe ist es, die weiblichen Frostspanner im Herbst davon abzuhalten den Baum zu erklimmen, um sich dort zu paaren. Der ideale Zeitpunkt zur Ausbringung ist somit, wenn die ersten Nachtfröste eingesetzt haben. Denn dann machen sich die Frostspanner-Weibchen auf den Weg in die Baumwipfel. Nach einiger Zeit müssen die Ringe jedoch ausgetauscht werden, da die Klebfähigkeit irgendwann nachlässt. Man sollte auch darauf achten, dass kein anderer Weg nach oben in den Baumwipfel führt. So müssen eventuelle Regenrinnen, Stützpfähle und anderes, was als Kletterhilfe dienen kann, zuvor entfernt werden oder mit einem Leimring versehen werden. Das regelmäßige Kontrollieren der Leimringe verhindert, dass Blätter und anderes hängen bleiben und somit den Weg für die Schädlinge ebnen.
Ist der Befall extrem, kann es ratsam sein, im Frühjahr zu Bacillus-thuringiensis-Präparaten zu greifen. Dieses Fraßgift ist gezielt auf Schmetterlingsraupen abgestimmt und sollte aufgrund der hohen Fraßaktivität in den warmen Stunden, also bei steigender Temperatur, zum Einsatz kommen. Am besten verwendet man diese Mittel, sobald die ersten Raupen auftreten und noch relativ klein sind, denn zu einem späteren Zeitpunkt wirkt das Gift oftmals nicht mehr.

Apfelwickler
Apfelwickler

Schutz vor Schädlingen: Den Apfelwickler vorbeugen

Auch der Apfelwickler ist ein häufiger Schädling von Obstbäumen. Die Raupen befallen das Obst und können bis zu zweimal im Jahr auftreten. Während die erste Generation hauptsächlich unreifes Obst in den Sommermonaten befällt, welches dann vom Baum abgeworfen wird und somit für den Gärtner nicht weiter relevant ist, kommt es durch die zweite Generation im September wesentlich schlimmer, da der Baum jetzt nicht mehr so gut auf den Befall reagieren kann. Die befallenen Früchte sind jetzt nahezu ausgereift und werden nicht mehr vom Baum abgestoßen. Das Ausmaß des Befalls wird nun bei der Ernte sichtbar.
Zur Vorbeugung muss Fallobst konsequent aufgesammelt werden, und dies möglichst täglich, da die Raupe recht schnell das Obst verlassen kann. Auch offensichtlich befallene Früchte am Baum sollten möglichst rasch entfernt werden, jedoch nicht kompostiert werden. Das Abbürsten des Baumstammes kann helfen, denn die Apfelwickler überwintern unter losen Borkenteilen. Nach Möglichkeit sollte um den Stamm herum eine Folie ausgelegt werden, um die abgefallenen Apfelwickler besser einsammeln zu können. Auch die Verwirrung der Insekten mit weiblichen Sexualwirkstoffen verhindert das Auftreten dieser Schädlinge. Der Wirkstoffverteiler bewirkt, dass die männlichen Tiere aufgrund der Überdosierung des Stoffes nicht mehr zu den Weibchen finden, und somit eine Verpaarung verhindert wird.

Gartentipps: IR, Bild: 123RF

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