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Tulpen roden und einlagern

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Tulpen im Beet
Tulpen im Beet

Da Tulpen alle zwei Jahre versetzt werden müssen, müssen sie dann auch im Juni aus dem Beet genommen werden. Beim sogenannten Tulpen roden sind jedoch einige Regeln zu beachten, um Misserfolge von vornherein zu verhindern.

Der richtige Zeitpunkt zum Tulpen roden

Vor dem Tulpen roden müssen die oberirdischen Pflanzenteile abgestorben sein, damit die Kraft bereits in die Zwiebel gewandert ist und eine gute Blütenentwicklung im Folgejahr stattfinden kann. Sind also die Blätter vergilbt, ist dies ein Zeichen für den richtigen Zeitpunkt für das Roden. Beim Ausgraben dürfen die Zwiebeln keinesfalls beschädigt werden. Daher sollte beim Freilegen kein Spaten benutzt werden, sondern eine Grabgabel. Danach werden die Tulpenzwiebeln geputzt und sortiert. Ist der neue Standort für die Tulpen bereits festgelegt, so können die Zwiebeln nach dem Roden direkt in das neue Beet gepflanzt werden. Auch eine Auspflanzung im Herbst nach den warmen Sommermonaten ist kein Problem. Die Tulpenzwiebeln können jedoch auch über den Winter eingelagert werden. Zunächst werden die Zwiebeln jedoch im Freien liegen gelassen, sodass die restliche noch vorhandene Feuchtigkeit verdunsten kann. Dies bewirkt, dass während des Einlagerungsprozesses keine Fäulnis auftritt. Danach werden die Tulpenzwiebeln in einer Holzkiste, wahlweise mit etwas trockenem Laub gefüllt, an einem kühlen und trockenen Standort, wie z. B. dem Keller, aufbewahrt. Im nächsten Frühjahr werden die Tulpenzwiebeln wieder in die Erde gesteckt, wo sie bis zum nächsten Roden nach zwei Jahren verbleiben können.

Tulpen roden – Trennung der Zwiebeln

Beim Roden der Tulpenzwiebeln können auch die Tochterzwiebeln von den Mutterzwiebeln getrennt werden. Sogenannte wilde Tulpen müssen jedoch nicht gerodet werden. Sie müssen weder umgesetzt werden, noch im Kühlen und Trockenen überwintern. Diese Tulpen verwildern mit der Zeit. Sie verbleiben in der Erde und bilden Jahr für Jahr neue Tochterzwiebeln, sodass die ursprünglich bepflanzte Fläche bereits nach wenigen Jahren beträchtlich gewachsen ist und eine beachtliche Menge an Tulpen aufweisen kann.

Egal um welche Tulpenart es sich handelt, grundsätzlich muss nach der Blüte der Blütenstand entfernt werden, damit die Tulpe keine Energie in die Ausbildung von Samen verschwendet, statt die Kraft in der Tulpenzwiebel zu sammeln. Achten Sie dabei jedoch darauf, dass das restliche Grün stehen bleibt, bis auch dieses welk ist und die Kraft in die Zwiebel gewandert ist. Um Platz im Beet zu schaffen, können die Tulpen nach der Blüte vorsichtig ausgegraben werden und vorübergehend in Töpfe wandern. Im Herbst werden die Tulpenzwiebeln einfach wieder in das Beet gesetzt.

Text Gartentipp: IR. Bild: 123RF.

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