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Üppige Blütenfülle: Blumenwiese anlegen

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Wiesensalbei
Wiesensalbei

Die verschwenderische Pracht einer sommerlichen Blumenwiese verbreitet einfach gute Stimmung! Und nicht nur wir Menschen erfreuen uns an dieser wildromantischen Idylle – auch viele Vögel und Insekten werden von einer Wiese angezogen, denn sie bietet Nahrung und Unterschlupf. Ein Grund mehr, wenigstens einen kleinen Teil des Gartens in eine Blumenwiese umzugestalten.

Ein Paradies für Nützlinge

Wiesen-Salbei, Färberkamille, Kornblumen und Witwenblumen sehen nicht nur wunderschön aus, sie locken auch Schmetterlinge, Bienen, Schwebfliegen und Hummeln in unseren Garten. Die wenigsten Gartenbesitzer möchten allerdings ganz von ihrem Rasen Abschied nehmen: Hier können die Kinder toben und das gleichmäßige Grün bietet einen optischen Ruhepol im Garten. Das ist aber auch nicht nötig, denn Sie können einzelne Wieseninseln innerhalb der Rasenfläche anlegen oder Wiesenstreifen entlang des Gartenzauns. Auch ein schmaler Streifen zwischen Hecke und Rasenfläche reicht bereits für einen dekorativen Wildwuchs. Blumenwiesen sollten überwiegend aus heimischen Pflanzen bestehen, denn exotische Blüten bieten unseren Nützlingen häufig keine Nahrung. Ein weiterer Vorteil heimischer Wildpflanzen ist, dass sie robust sind und daher meist auf Pflegearbeiten wie Düngen und Gießen verzichtet werden kann.

Der Gartenfachhandel bietet ein breites Sortiment an fertigen Saatgutmischungen an. Diese unterscheiden sich in Hinblick auf Optik und Farbzusammenstellung sowie auf Standortbedingungen. Es gibt auch Mischungen, die auf ganz spezielle Nützlinge abgestimmt sind. Außerdem beinhalten manche Saatgutmischungen ausschließlich Samen einjähriger Blumen, während andere Mischungen Saatgut ein- sowie mehrjähriger Arten enthalten.

Schritt für Schritt: Blumenwiese anlegen

Blühende Kornblumen
Blühende Kornblumen

Nachdem Sie eine hochwertige Saatgutmischung gewählt haben, die Ihren Vorstellungen entspricht, suchen Sie sich einen sonnigen Platz in Ihrem Garten. Egal ob Sie eine großflächige Blumenwiese anlegen möchten oder nur ein Beet mit Wildblumen, in jedem Fall ist die sorgfältige Vorbereitung des Bodens entscheidend. Wenn Sie eine Rasenfläche in eine Blumenwiese umwandeln möchten, müssen Sie die Grasnarbe zuerst gewissenhaft entfernen. Der Boden muss frei von jeglichem Bewuchs sein. Lockern Sie die Erde mit der Grabegabel oder dem Spaten auf und entfernen Sie Unkraut, Steine und Wurzeln. In sehr schweren Boden sollten Sie Sand einarbeiten, um ihn aufzulockern. Anschließend harken Sie die Oberfläche, damit die Erde feinkrümelig wird. Es empfiehlt sich, den so vorbereiteten Boden zwei bis drei Wochen ruhen zu lassen. Das in dieser Zeit keimende Unkraut jäten Sie vor der Aussaat.

Mischen Sie das Saatgut in einem großen Behältnis mit Sand. – Dieser erleichtert Ihnen das gleichmäßige Ausbringen, denn er ist auf dem Gartenboden besser sichtbar als die kleinen Samen. Streuen Sie die Mischung aus Sand und Saatgut aus und drücken Sie diese leicht an, zum Beispiel mithilfe eines Brettes. Wenn Sie eine sehr große Wiese anlegen, empfiehlt sich der Einsatz einer Walze, die Sie im Fachhandel leihen können. Das Saatgut bitte nicht einharken, sondern im Anschluss nur mit einem sanften Strahl wässern. Während der nächsten zwei Wochen sollte der Boden gleichbleibend feucht gehalten werden und nie austrocknen. Einige Wochen nach der Aussaat haben Sie bereits eine geschlossene Blumenwiese. Wenn Sie verblühte Triebe eine Handbreit über dem Boden abschneiden, belohnen Sie die meisten Wildblumen mit einer zweiten Blüte.

Gartentipps: GR, Bild: 123RF

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