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Urban Gardening: Gärtnern in Städten

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Urban Gardening: Gärtnern in der Stadt
Urban Gardening – Gemüsebeet

Was ist Urban Gardening?

Unter Urban Gardening versteht man die gärtnerische Nutzung von kleinsten Flächen im städtischen Bereich. Dabei werden besonders Aspekte wie Nachhaltigkeit, ökologischer Anbau und das Miteinander großgeschrieben. Urban Gardening gewinnt angesichts der zunehmenden Weltbevölkerung und der schwindenden Flächen, die für die landwirtschaftliche Nutzung geeignet sind, zunehmend an Bedeutung. Ein weiterer Vorteil ist der Konsum von Nahrungsmitteln, die in der Region angebaut werden, wodurch lange Transportwege hinfällig sind. Außerdem wird das städtische Mikroklima verbessert, die Artenvielfalt erhöht und die Gemeinschaft gefördert. Schon in der Vergangenheit wurde vor allem in Zeiten der Not jeder Quadratmeter Fläche in der Stadt genutzt, um eine Selbstversorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. In einigen Städten wie z.B. in Moskau bauen auch heute bereits über 50 % der städtischen Bevölkerung ihre eigenen Nahrungsmittel an. So können Engpässe ausgeglichen werden und es entsteht eine teilweise Unabhängigkeit von der Versorgung. Insgesamt unterscheidet man mehrere Formen des Urban Gardenings. Es gibt die Versorgung durch Kleingärten, Dachgärten, Gemeinschaftsgärten und andere.

360 Millionen Quadratmeter Dachfläche für Obst- und Gemüseanbau

Allein in Deutschland könnte auf etwa 360 Millionen Quadratmetern Dachfläche zukünftig Obst und Gemüse angebaut werden. Jedoch sollte auch beim Urban Gardening darauf geachtet werden, dass möglichst wenig Umweltschadstoffe die angebauten Nahrungsmittel erreichen. So sollte bei der Wahl des Standortes für den Anbau z. B. eine viel befahrene Straße oder Industrieabgase in der Nähe vermieden werden.

Selbst wenn kein Platz auf dem Dach vorhanden ist, kann man mit dem vertikalen Garten auf dem Balkon einen Platz schaffen, an dem Zierpflanzen und Gemüse angebaut werden können. Auch auf dem Fenstersims lassen sich in Balkonkästen Kräuter, Salate oder Tomaten ziehen.

Urban Gardening: Diese Obst- und Gemüsesorten eignen sich

Besonders gut geeignet für die Pflanzung im urbanen Bereich mit begrenztem Raum sind Tomaten, Gurken, Radieschen, Salate, Blumen, Chili, Karotten, Aubergine, Zucchini, Zwiebeln, Erdbeeren und Kräuter wie Basilikum und Petersilie.

Eine interessante Form des Urban Gardenings ist die kombinierte Kultivierung von Fisch und Gemüse in Hydrokultur. Dabei werden z. B. Tomaten in einem Gewächshaus gezüchtet, in dem auch Aquarien mit Süßwasserfisch aufgestellt werden. In einem geschlossenen Wasserkreislauf werden die Nährstoffe, die als Abfallprodukt bei der Fischzucht entstehen, für die Tomaten verwendet. Die Pflanzen wiederum reinigen das Abwasser der Fischzucht. Somit wird das Wasser doppelt genutzt, was zu einer enormen Einsparung führt.

Hier finden Sie Beispiele und Ideen zur Bepflanzung von städtischen Flächen.

Texte Gartentipps: IR, Bild: 123RF

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