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Das wächst im Herbst und Winter über der Erde

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Auch wenn man denken könnte: Kohl ist gleich Kohl – so einfach ist das nicht! Denn bei uns auf den Feldern gedeiht im Herbst und Winter so allerhand. Folgendes Herbst- und Wintergemüse wächst bei uns über der Erde.

Diese Herbst- und Wintergemüsesorten wachsen bei uns im Garten über der Erde.
Diese Herbst- und Wintergemüse wachsen bei uns im Garten über der Erde.

1. Artischocken

Artischocken schmecken fein herb und leicht bitter. Im Winter interessieren uns die kleinen grünen oder violetten Sorten, die vor allem aus Italien zu uns kommen. Beim Einkauf sollten sie prall und saftig aussehen und keine braunen Blattspitzen haben. Man isst sie nach dem Putzen im Ganzen – roh oder gebraten, geschmort oder aus dem Ofen.

2. Fenchel

Fenchel gibt es ja eigentlich das ganze Jahr hindurch. Aber: In den kühlen Monaten wächst er langsamer, treibt nicht so schnell aus und schmeckt zarter und aromatischer. Im Fenchelgrün stecken übrigens besonders viele Vitamine, also immer mit verwenden!

3. Wurzel- oder Winterspinat

Wurzel- oder Winterspinat hat im Gegensatz zum zarten Frühlings- und Herbstspinat große, kräftige und gewellte Blätter. Er wird meist mit Wurzel verkauft. Die Blätter müssen fest und knackig sein.

4. Rosenkohl

Rosenkohl ist die Miniausgabe unter den Kohlköpfen. Er verträgt auch höhere Minusgrade, wird sogar erst durch Frost so richtig gut. Dann wandelt sich nämlich ein Teil der Stärke in Zucker um, der Kohl wird milder und bekömmlicher. Die Röschen sollen prall sein und keine gelben Blätter haben.

5. Weißkohl und Rotkohl

Weisskohl und Rotkohl punkten mit einem besonders hohen Vitamin-C-Gehalt. Rotkohl hat zudem sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide zu bieten – die sind besonders gut für Herz und Kreislauf.

6. Chicorée

Chicorée wächst im Dunklen und bleibt daher hell und – für ein Zichoriengewächs –sehr mild. Zu Hause gilt: dunkel lagern! Denn Stauden, die Licht abbekommen, verfärben sich grünlich und bilden mehr Bitterstoffe als die hellen. Die Stauden sollen schön fest aussehen und keine braunen Blattränder haben.

7. Radicchio

Radicchio gibt es als runden, dicht geschlossenen Kopf, als feste Staude oder länglich mit feinen, lockeren Blättern. Letzterer ist der kostbarste und teuerste, weil er besonders edel und mild schmeckt. Radicchio sollte schöne dunkelrote Blätter mit weißen Adern haben, der mit grünen Adern schmeckt meist ziemlich bitter.

8. Wirsing

Wirsing enthält ebenfalls viel Vitamin C. Die Köpfe sind nicht so kompakt wie die von Weiß- und Rotkohl und deshalb lassen sich die Blätter besonders gut ablösen. Die Herbst- und Wintersorten haben kräftige dunkelgrüne Blätter und einen ausgeprägten Kohlgeschmack.

Text + Bild zu Herbst- und Wintergemüse sind aus diesem Buch:

© Gräfe und Unzer Verlag/ Autorin: Cornelia Schinharl / Fotograf: Klaus-Maria Einwanger

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Kunterbunt wie Kraut und Rüben – leckeres Herbst- und Wintergemüse

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Ihr Buch macht Lust darauf, die Gemüse von früher mit Rezepten von heute wiederzuentdecken. Gleichzeitig nimmt es all denjenigen die Hemmungen, die sich schon mal gefragt haben, wie man Schwarzwurzeln schön weiß bekommt, was sich gegen die Bitterstoffe im Wintersalat tun lässt und wie man die riesigen, krausen Blätter des Grünkohls überhaupt in den Topf bekommen soll. Genaue Bild-für-Bild-Anleitungen zum Vor- und Zubereiten der Wintergemüse finden sich direkt im Rezeptteil. Zudem werden unbekanntere Sorten wie Topinambur oder Winterportulak in charmanten Porträts vorgestellt.

So wird deutlich, dass das Marktangebot auch zwischen Oktober und Februar ungeahnte Vielfalt bietet – und dass sich saisonale Küche auch im Winter keineswegs auf deftiges Eintopf-Einerlei beschränkt. In Schinharls Rezepten findet sich nämlich der rustikale Rosenkohl schon mal auf Bruschetta wieder. Der Portulak bereichert einen edlen Artischockensalat mit Huhn, und der Kürbis verwandelt sich in eine süße, zitronig- frische Tarte. Orientalisch wird es mit gewürzduftendem Gelbe-Bete-Püree, spanisch mit Petersilienwurzel-Schinken-Tortilla und in den Grünkohl-Malfatti mit Kürbisbutter gehen Norddeutsches und Italienisches eine geschmackvolle Partnerschaft ein. Und spätestens wenn die knusprigen Steckrüben-Wedges schon durch ihre orange leuchtende Farbe gute Laune machen, ist klar: Langweilig ist anders – der Winter ist gemüsebunt!

Die Autorin – Cornelia Schinharl hat ihre Liebe zum Essen und Trinken zum Beruf gemacht. Seit vielen Jahren bringt sie ihren Erfahrungsschatz als freie Food-Journalistin und Kochbuchautorin zu Papier und hat dafür schon zahlreiche Auszeichnungen bekommen. Sie liebt die saisonale Küche und ist auch im Winter begeisterte Marktbummlerin.

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